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Welche Farbe hat das A?

Welche Farbe hat der Dienstag? Welche Form hat die Woche? Kann auch Musik einen Geschmack haben? Oder Geschmack eine Melodie? Solche Fragen mögen im ersten Moment ein wenig komisch erscheinen, doch für viele Menschen sind Fragen solcher Art absolut normal.

Was ist Synästhesie?

Synästhesie ist eine spezifische, neuronale Vernetzung im Gehirn, wodurch mehrere Sinne gleichzeitig aktiviert werden. Synästhesie kommt relativ häufig vor. Menschen die mit ?verschmolzenen Sinnen? leben nennt man Synästhetiker. Manche Synästhetiker können Buchstaben fühlen oder Worte schmecken. Andere können Töne in bunten Farben sehen ("Farbenhören"), was zu den häufigsten Synästhesieformen zählt. Es gibt deutlich mehr synästhetisch veranlagte Frauen als Männer (schätzungsweise 3:1 bis 7:1). Aufgrund der Häufung in Familien wird eine Erblichkeit angenommen. Nicht alle Synästhetiker merken etwas von ihrer "Gabe". Man muss bewusst wahrnehmen, um Synästhesie zu erleben.
Das Wort Synästhesie ist abgeleitet von den altgriechischen Wörtern syn (= zusammen) und aisthesis (= Empfinden). Laut "Dorsch, Psychologisches Wörterbuch" ist es definiert als die Mitempfindung, d.h. das gleichzeitige Empfinden von zwei verschiedenen Eindrücken bei Reizung eines Sinnesorgans. Im weitesten Sinne kann darunter auch die Auslösung eines Eindrucks durch einen anderen verstanden werden. Synästhesien sind zusätzliche neurologische Kanäle zwischen den verschiedenen Sinnen. Untersuchungen und Erfahrungen zeigen, dass bestimmte Phänomene bei Synästhetikern gehäuft vorkommen. Dazu gehören Hochbegabung und erhöhte Kreativität ebenso wie Geräuschsensibilität oder Aufmerksamkeitsprobleme.

   
 
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